Profiltiefe: Warum Sie die Sicherheit Ihrer Reifen nicht dem Zufall überlassen sollten

Wie Sie die Profiltiefe selbst prüfen können ...
Mindestprofil bei Reifen messen

Die Profiltiefe Ihrer Reifen ist kein Detail – sie ist ein entscheidender Faktor für Ihre Sicherheit auf der Straße. Schon wenige Millimeter Unterschied können darüber entscheiden, ob Ihr Fahrzeug in einer Gefahrensituation rechtzeitig zum Stehen kommt oder nicht.

Warum ist es wichtig, die Mindestprofiltiefe nicht zu unterschreiten?

Ein ausreichendes Reifenprofil sorgt dafür, dass Ihr Fahrzeug auch bei Nässe oder Schnee die nötige Bodenhaftung behält. Es leitet Wasser ab, verhindert Aquaplaning und ermöglicht kurze Bremswege. Unterschreiten Sie die empfohlene Profiltiefe, riskieren Sie nicht nur Bußgelder, sondern auch Ihre Sicherheit – und die anderer Verkehrsteilnehmer.

Wie ändert sich der Bremsweg mit unterschiedlichen Profiltiefen?

Der Bremsweg verlängert sich deutlich, je geringer die Profiltiefe ist. Bei einem Pkw mit Sommerreifen kann sich der Bremsweg auf nasser Fahrbahn mit nur noch 1,6 mm Profil um bis zu 70 % verlängern – im Vergleich zu neuen Reifen. Das heißt konkret: Wo Sie mit gutem Profil bei 100 km/h noch rechtzeitig stehen bleiben, rauschen Sie mit abgefahrenem Gummi womöglich ungebremst weiter.

Was ist die gesetzliche Mindestprofiltiefe?

In Deutschland gilt eine gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 mm. Doch Experten – und auch wir als Reifenprofis der WIEST GROUP – empfehlen deutlich mehr:

  • Sommerreifen: mindestens 3 mm
  • Winterreifen & Ganzjahresreifen: mindestens 4 mm

Warum? Weil die gesetzliche Mindestgrenze eben genau das ist – eine absolute Untergrenze, nicht der optimale Wert für Ihre Sicherheit.

Wie können Sie die Profiltiefe selbst prüfen?

  • Mit einer 1-Euro-Münze: Der goldene Rand ist etwa 3 mm breit. Wenn der komplett im Profil verschwindet, ist noch genug drauf.
  • Mit einem Profiltiefenmesser: Für wenige Euro im Fachhandel erhältlich – und sehr genau.
  • Mit den Verschleißindikatoren (TWI): Kleine Erhebungen im Profil, die bei 1,6 mm Profilhöhe sichtbar werden. Sind diese "bündig" mit dem restlichen Profil, heißt das: Zeit für neue Reifen!

Gibt es Unterschiede zwischen Sommer- und Winterreifen?

Ja! Winterreifen brauchen deutlich mehr Profil, um bei Schnee und Eis zu greifen. Deshalb gilt hier eine klare Empfehlung: nicht unter 4 mm fahren, auch wenn gesetzlich erst bei 1,6 mm Schluss ist. Viele Länder – etwa Österreich – erkennen Winterreifen unter 4 mm gar nicht mehr als solche an.

Was gibt es außerdem zu beachten?

Neben der Profiltiefe sind auch das Reifenalter und Beschädigungen entscheidend. Gummi wird mit den Jahren hart, verliert an Grip und kann Risse bekommen. Spätestens nach 6 bis 8 Jahren sollten Reifen ausgetauscht werden – auch bei ausreichendem Profil.

Auch unsichtbare Schäden durch Bordsteinrempler oder eingefahrene Gegenstände können gefährlich werden. Deshalb empfehlen wir: Lassen Sie Ihre Reifen regelmäßig vom Profi prüfen.

Unser Service für Ihre Sicherheit

Wenn Sie Ihre Räder bei der WIEST GROUP einlagern, schauen unsere Fachleute genau hin:

  • Wir prüfen jede einzelne Felge und jeden Reifen auf Schäden.
  • Wir messen die Profiltiefe.
  • Wir informieren Sie, wenn Handlungsbedarf besteht – transparent, ehrlich und fachkundig.

Fazit: Die Profiltiefe ist keine Kleinigkeit. Sie entscheidet über Bremsweg, Fahrstabilität und letztlich Ihre Sicherheit.

Vertrauen Sie auf unsere Erfahrung – und fahren Sie besser mit dem guten Gefühl, dass Ihre Reifen fit für jede Saison sind.

Veröffentlicht am:
25.3.2025